Talk am Dom

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Menschen - Themen - Standpunkte

8. Talk am Dom - 24.09.2015

Begeisternde Gäste bei „Talk am Dom“ - „Coolster Pfarrer Deutschlands“ und andere Gäste in authentischen Gesprächen

Fulda. Klaus Depta hatte zum Gespräch gebeten und sie kamen: Fünf Talkgäste und Live-Musik begeisterten die Gäste im vollbesetzten Ideal bei der achten Ausgabe der Reihe „Talk am Dom“, der Gesprächsrunde des Bistums Fulda. Den Auftakt machte Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin. Der Malteserpräsident bezeichnete schmunzelnd die Arbeit seiner Hilfsorganisation als „den sympathischsten Weg in den Himmel“. Neben Sanitätsdiensten bieten die Malteser z. B. die stundenweise Betreuung von Demenzkranken an, um Angehörigen eine Atempause zu verschaffen, betreuen Obdachlose, organisieren ärztliche Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung und sind im Bereich der Hospizdienste aktiv. Gerade zurück von einer Reise aus Nepal erzählte von Brandenstein darüber, wie unter anderem aufgrund schneller Versorgung einem 14jährigen das Leben gerettet werden konnte.


Mit Christoph und Claudius Kießig, zwei der sieben Musiker der Berlin-Brandenburger Band „Patchwork“, hatte Depta nicht nur zwei exzellente Musiker bei seiner Veranstaltung, sondern auch Gäste, die regelmäßig im Bundeskanzleramt, bei Katholikentagen, Kirchen- und Weltjugendtagen auftreten. Einer der Höhepunkt der Formation, die in der ehemaligen DDR aufgrund ihres kirchlichen Engagements keine Auftrittsgenehmigung erhalten hatte: ein Konzert im mit 80.000 Menschen besetzten Berliner Olympiastadion beim Besuch von Papst Benedikt XVI – für eine Amateurband, als die sich die sympathischen Musiker trotz knapp 30jähriger Banderfahrung immer noch sehen, ein Erlebnis, das mancher Profi gerne machen würde.



Stephan Bernhard

Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin

Christoph Kießig (Band Patchwork)

 

Urte Podszuweit

Pater Alfred Tönnis, OMI

 

 


Urte Podszuweit, Pressesprecherin des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, berichtete sichtlich stolz und bewegt von ihrer Arbeit beim weltweit größten Hilfswerk von Kindern für Kinder. 45 Millionen Euro hätten als Kinder verkleidete Sternsinger in nur rund drei Wochen im Januar 2015 an den Haustüren gesammelt. Geld, das ausschließlich an Projekte für Kinder fließt. Besonders eindrucksvoll die Erlebnisse der engagierten jungen Frau über ihren Projektbesuch auf den Philippinen, in dem zur Prostitution gezwungene 6- bis 19-jährige Mädchen betreut werden. Die nächste Sternsingeraktion 2016, die als Beispielland Bolivien in den Vordergrund rückt, wird im Dezember im Bistum Fulda eröffnet.



Mit Stephan Bernhard war der Leiter einer Ausbildungseinrichtung zu Gast, der seinen Glauben auch im Alltag gerne zum Ausdruck bringt. So erleben ihn „seine Auszubildenden“ auch schon mal „Großer Gott, wir loben dich“ pfeifend in der Werkhalle. Für die Trendmesse 2015 erstellte er und sein Kollege mit seinen Jugendlichen das Fachwerkgerüst einer Holzkapelle, die mittlerweile in Eichenzell-Melters ihren endgültigen Standort gefunden hat. Bernhard konnte zudem von einem brandaktuellen Programm berichten, bei dem Flüchtlinge zu Facharbeitern ausgebildet werden – letztlich eine „win-win-Situation“, da den Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, die Integration in die Gesellschaft erleichtert würde, andererseits gerade im Handwerk Facharbeiter händeringend gesucht würden.


 

 

Fotos: Dr. Arnulf Müller

 


Mit Pater Alfred Tönnis OMI, von der Bild Zeitung im Jahr 2012 mit dem Titel „coolster Pfarrer Deutschlands“ gekürt, sprach Depta über dessen Werdegang vom enttäuschten Kirchenmitglied bis hin zum leidenschaftlich engagierten Seelsorger. „Die Kirche braucht mehr Mut, sie muss näher an den Menschen sein“, forderte Tönnis, der diese Forderung selbst schon vor Jahren mit einer „rollenden Kirche“, einem Wohnmobil, von Marktplatz zu Marktplatz vorlebte. „Flüchtlinge sind ein Geschenk Gottes“, so der Oblatenpater, weil sie die Menschen und die Kirche dazu brächten, sich nicht immer nur um sich selbst zu drehen, sondern mit den Gaben der Barmherzigkeit tatsächlich den Glauben zu leben. Tönnis, der für seine Dialogpredigten – unter anderem mit Thomas D. von den Fantastischen Vier – bekannt ist, wird in Kürze in ein Haus mit rund 90 Flüchtlingen einziehen, um diese möglichst gut zu betreuen.


Die authentischen Gespräche mit den Gästen wurden immer wieder vom Beifall des Saalpublikums unterbrochen. Viel Lob gab es auch für die Musik der beiden Mitglieder von Patchwork. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung ist ab Donnerstag, 1. Oktober, im Offenen Kanal zu sehen. Weitere Informationen finden sich unter www.talk-am-dom.de. Der nächste „Talk am Dom“ findet am 3. März 2016 im Ideal statt.